Die Schweizer Jungsozialisten verlangen mehr Schutz, Mitsprache und Perspektive für Auszubildende – etwa ein Recht auf Weiterbeschäftigung nach der Lehrzeit.

Quelle: 20 Minuten

Die Juso Schweiz fordert einen Mindestlohn für Lehrlinge. In Bern verabschiedeten am Sonntag 250 Delegierte ein Positionspapier, das auch mehr Schutz, Mitsprache, Perspektive und Gerechtigkeit für Lernende verlangt.

«Mehr Demokratie: Der Weg zu einer besseren Berufsbildung» lautet der Titel des Papiers. Gerade junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen seien besonders hart von stagnierenden Löhnen, zunehmendem Druck und mangelnder Mitbestimmung betroffen, schreiben die Jungsozialisten in einer Mitteilung.

Weiter verlangen sie ein Recht auf Weiterbeschäftigung nach der Lehrzeit und zwei bezahlte Stunden pro Woche zum Lernen und Arbeiten für die Berufsschule. Die Kantone müssten zudem die Lehrverhältnisse besser kontrollieren. Die Juso kündigte an, «mittels einer gross angelegten Kampagne» Druck zu machen.

«Kämpfen für gerechtere Formen des Wirtschaftens»

Die junge Generation verdiene eine bessere Behandlung, so das Credo der Delegierten. «Deshalb kämpfen wir laut für neue, gerechtere Formen des Wirtschaftens», sagte Juso-Präsident Fabian Molina gemäss Mitteilung vor den Delegierten.